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Best Practice: So geht Innovation

Der Innovationsdialog Handwerk in NRW identifiziert fortlaufend bestehende innovative Modelle und Betriebe in Nordrhein-Westfalen als gute Beispiele. Sie sind die Vorbilder dafür, wie gute Ideen in innovativen Lösungen münden.

Klimamacher im CO2-neutralen Wasserstoffhaus

Best Practice Betrieb » Josef Küpper Söhne GmbH«

Betriebe für Sanitär- und Heizungstechnik gehören zu den Schlüsselakteuren bei der nachhaltigen Umsetzung der Energiewende. Die Kernaufgaben ihres Gewerks umfassen neben der Sanitärtechnik den Einbau von Wärmepumpen ebenso wie die Entwicklung effektiver und individueller Heizkreisläufe. Die Firma Josef Küpper Söhne GmbH geht einen Schritt weiter: Sie nimmt eine Vorreiter-Rolle ein – indem sie Deutschlands erste gewerbliche Immobilie besitzt, die grün erzeugten Wasserstoff als Energieträger nutzt. Das Modell ist so innovativ, dass es als Vorbild für ein landesweites Förderprogramm dient.

Die Idee entstand 2019 …

… im Zuge der Jubiläumsfeier zum 100-jährigen Bestehen des Familienbetriebs.  Ein neuer Hauptstandort in Bonn-Meckenheim sollte her, mit großer Ausstellungsfläche und einem Technikstudio für die Heiztechnik. Er sollte widerspiegeln, wofür dieses Unternehmen steht: Für Klimafreundlichkeit, für effiziente und verantwortungsvolle Energienutzung. Schnell war klar, dass es ein Passivhaus sein sollte, konstruiert überwiegend aus nachwachsenden Baustoffen und mit einer großen Photovoltaik-Anlage auf dem Dach, die die geothermische Wärmepumpe betreibt. Im Winter sorgt diese für die nötige Wärme, im Sommer dient der gewonnene Strom dafür, die Klimaanlage zu betreiben.

Auch die IT, Beleuchtung und Infrastruktur wird mit dem Sonnenstrom ausreichend versorgt. Dank der großen Dachfläche entstehen hierbei Überschüsse, die per Elektrolyse zur Produktion von grünem Wasserstoff genutzt werden. Dieser wird in Druckflaschen eingelagert und dient als Saisonspeicher für den Winter. Im Winter wird der Wasserstoff über Brennstoffzellen wieder in Strom und Wärme verwandelt. Somit ist die Immobilie nicht nur bilanziell, sondern de facto ganzjährig energieautark.

»Unser Gewerk steht für die Energiewende«

Der Bau der grünen Wasserstoffimmobilie hatte auch eine für andere Betriebe wertvolle Entwicklung zur Folge: Es gibt nun eine eigene Förderlinie im Rahmen des vom Ministerium für Wirtschaft, Industrie, Klimaschutz und Energie NRW geförderten Programms progres.nrw für ähnliche Vorhaben, welche auf der Förderung des Pilotprojektes der Josef Küpper Söhne GmbH beruhen. Firmeninhaber Peter Küpper dazu: »Der Wille war allseits klar, auch das Wirtschaftsministerium in NRW hatte sehr großes Interesse an dem Vorhaben.« Nach nur zwei Jahren Planungs- und Bauzeit wurde der Standort im Oktober 2021 eröffnet.

Das Herzensprojekt hat Strahlkraft, die Firma wurde entsprechend vielfach in den letzten Jahren ausgezeichnet. Peter Küpper: »Unser Gewerk steht für die Energiewende. Es macht mich daher sehr stolz, dass wir dermaßen sichtbar damit sind und als Vorbild dienen.«

Umweltschutz und Nachhaltigkeit im Fokus

Auch in anderen Arbeitsbereichen setzt die Firma verstärkt auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit. Fahrtrouten werden optimiert, Lieferungen besser koordiniert, ein intelligentes Strom-Management minimiert den Stromverbrauch des Betriebs. In Planung und Beratung setzt der Betrieb auf die Digitalisierung, um Arbeitsprozesse zu beschleunigen und Mitarbeitende zu entlasten. So finden Beratungen idealerweise digital statt.

Seit Januar 2022 sind Peter Küppers Tochter Vera sowie der einstige Auszubildende Michael Brodziak in der Geschäftsführung. Die Nachfolgefrage ist also bereits beantwortet. Klar ist: das Unternehmen ist einer der systemrelevanten Gestalter der Energiewende. Und es macht vor, wie die Energiewende praktisch funktioniert.

Mehr Informationen zum Unternehmen unter https://www.kuepper-bonn.de

Kontakt

Ansprechpartner:
Henri Sandt
E: henri.sandt[ ät ]whkt.de
T: 0211/3007 722

Barbara Herfs
E: barbara.herfs[ ät ]whkt.de
T: 0211/3007 712